Prof. Dr. sc. techn. Dmitri Gontscharenko,
Dr. sc. techn. Wladimir Sawjowski
Wladimir Nowgorodow

Kirchen in der Ukraine

Durch die veränderte politische Situation in den GUS-Staaten ist es wieder möglich geworden, Kirchen in ihrer originären Funk¬tion zu nutzen. Die Restauration dieser bis zu 70 % verfallenen Gebäude gestaltet sich äußerst schwierig und zeitaufwendig. Ein Beispiel aus Charkow, Ukraine, stellen wir Ihnen vor.

Die Gesamtansicht der Pantelejmon-Kirche nach dem Wiederaufbau Bei den demokratischen Umgestaltungen seit dem Jahre 1990 wurde in den GUS-Ländern die Religionsfreiheit wieder zugelassen. Die Bevölkerung nennt es die Wiedergeburt der Religion. Diese Umgestaltung fand in größerem Maße auch in der Ukraine ihre Resonanz. Überall in Stadt und Land begann eine umfangreiche Restaurierung der kirchlichen Einrichtungen. Zuerst wurden in der Stadt Charkow die Gebäude der orthodoxen Kirchen den Gläubigen zurückgegeben. Man beschloß, auch eine katholische Kathedrale und eine Synagoge wiederherzustellen.

Der Wiederaufbau der Kirchen in der Ukraine ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Der größte Teil von ihnen war abgerissen worden. Alle übrigen erhielten eine profane Nutzung. Sie wurden dabei außen und innen bewußt entweiht. Die Türme wurden bis auf einen Stumpf abgetragen, die Fenster geändert, die Fresken übertüncht und Zwischendecken eingezogen. Die meisten Kirchen dienten als Lager, Fabrikhallen und für verschiedenartige Betriebe. Dies beeinflußte in größerem Maße die Tragfähigkeit der Hauptkonstruktionen. Der Zerstörungsgrad einiger Kirchen beträgt 70-80%.

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Zunächst veröffentlicht in der Zeitschrift „Bausanierung № 2, 1997, S. 36-41.“

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